01 – Ankunft

Ankunft

Windhoek, 14. Januar 2026.

Erst einmal Bestandsaufnahme bei Bushlore. Auto inspizieren, Liste machen, Werkstätten suchen. Der Plan war klar: zwei Wochen Umbau – Winde, Bumper, Schnorchel, Lithiumbatterie, 340-Watt-Panel. Danach los.

Wie so oft in Afrika: Der Plan hielt ungefähr zwei Tage.

Aus zwei Wochen wurden drei. Und ich bin immer noch in Windhoek.

Ein paar Dinge waren schnell erledigt, andere entwickelten ein Eigenleben. Polsterung musste neu, die Zeltplane wird ersetzt. Ein Safe wird eingebaut, zusätzlich ein doppelter Boden für Schlüssel. Eine Absperrhilfe für die Gangschaltung. Der Bumper kommt neu, die Winde auch. Für das Dach lasse ich eine Kiste nach Maß bauen. Dazu ein kleiner Durchlauferhitzer – Minimalversion.

Der eigentliche Endgegner war die Bürokratie.

Seit Mittwoch habe ich endlich meine TRN – Traffic Registration Number. Ohne die läuft hier gar nichts. Das war die größte Hürde. Der Rest ist vergleichsweise einfach. Nächste Woche kommt noch das Carnet de Passage, dann ist die Papierseite erledigt.

Der Alltag in Windhoek besteht derzeit aus Werkstätten, Ersatzteilläden und Baumärkten.
Ich kaufe Dinge, von denen ich vor vier Wochen noch nicht wusste, dass ich sie brauche: Geyser, Akkuschrauber, Starthilfe, Schmierfette, Abschleppseile, Benzinkanister. Nebenbei kümmere ich mich um das Logo fürs Auto und diverse Sicherheitsdetails.

Ich habe gelernt wie man Reifen repariert und wechselt. In Zwischenzeit kenne ich alle Filtersysteme im Auto auswendig.

Dazwischen: TÜV, Versicherung, Papierkram.

Die Versicherung ist übrigens erstaunlich solide. Sie deckt sogar Diebstahl von Kamera, Gleitschirm und anderem Equipment – und das für alle Länder, durch die die Reise führen soll.

Windhoek selbst ist keine Stadt, in der man sich lange aufhalten möchte. Nicht besonders schön, nicht besonders fotogen. Aber die Menschen hier haben eine bemerkenswerte Fähigkeit: Sie finden Lösungen.

Das gefällt mir.

Am Anfang lag ich häufiger unter dem Auto als ich darin saß. Inzwischen wird es ruhiger. Ich bin ein paar Tage draußen auf der Farm meines alten Freundes Rüdiger. Etwas Internet, viel Himmel, viel Platz.

Langsam komme ich runter.

Mir geht’s gut. 👍

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